Kanal Aktuelle Nachrichten aus der Wissenschaft

präsentiert von Max-Planck-Gesellschaft

2021-06-06 19:22:43: Darm an Hirn: Nervenzellen erkennen, was wir essen
Nervenzellen des Vagusnervs erfüllen gegensätzliche Aufgaben - Magen-Darm-Trakt und Gehirn stehen im ständigen Austausch, um während der Nahrungsaufnahme unter anderem das Sättigungsgefühl und den Blutzuckerspiegel anzupassen. Ein wichtiger Vermittler zwischen diesen beiden Organen ist der Vagusnerv. Forschende des Kölner Max-Planck-Instituts für Stoffwechselforschung, des Exzellenzclusters für Alternsforschung CECAD der Universität zu Köln und der Uniklinik Köln haben sich die Aufgabenteilung der Nervenzellen in der Schaltzentrale des Vagusnervs genauer angeschaut und dabei Überraschendes entdeckt: Die Nervenzellen stammen zwar aus derselben Schaltzentrale, steuern aber unterschiedliche Regionen im Körper an und erfüllen dann auch gegensätzliche Funktionen bei der Steuerung unseres Sättigungsgefühls und des Blutzuckerspiegels. Diese Entdeckung könnte eine wichtige Rolle bei zukünftigen Therapien gegen Übergewicht und Diabetes spielen.
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(Quelle mpg.de)
2021-06-06 19:22:43: Kleine Schneeflocken im Meer haben eine große Wirkung
Forschende am Max-Planck-Institut für marine Mikrobiologie entwickeln biogeochemische Modelle weiter, die den marinen Stickstoffkreislauf erklären - In den produktiven Zonen des Meeres gibt es einen ständigen Niederschlag an organischem Material, den sogenannten ‚Marine Snow‘. Dieser marine Schnee verhält sich wie richtiger Schnee: Große Flocken sind seltener und fallen schnell, kleine Flöckchen kommen sehr oft vor und rieseln langsam. Forschende aus Bremen und Kiel haben jetzt herausgefunden, dass es diese beiden Eigenschaften sind, die kleinen Partikeln eine große Bedeutung für die Regulierung des Nährstoffhaushaltes der Meere verleihen. Die Erkenntnisse sind wesentlich für die Weiterentwicklung biogeochemischer Modelle, die den marinen Stickstoffkreislauf darstellen.
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(Quelle mpg.de)
2021-05-29 09:33:35: Ein Nanoreaktor mit chemischem Turbo
Eine Membran mit Kohlenstoffnitrid-Nanoröhrchen ermöglicht besonders schnelle fotochemische Reaktionen - Mancher Prozess in der chemischen Industrie, aber auch breitere Anwendungen wie die Beseitigung organischer Schadstoffe aus dem Abwasser könnte künftig möglicherweise effizienter ablaufen. Forschende des Max-Planck-Instituts für Kolloid- und Grenzflächenforschung in Potsdam haben eine mit unzähligen Nanoröhrchen gespickte Membran entwickelt, die verschiedene fotochemische Reaktionen mit hohen Umsatzraten katalysiert. Solche Membranen eignen sich daher als vielseitige Nanoreaktoren für die chemische Industrie.
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(Quelle mpg.de)
2021-05-29 09:33:35: Gesichtsmasken schützen effektiv vor Covid-19
Eine Studie zeigt, dass Gesichtsmasken die Reproduktionszahl von Covid-19 effektiv senken und warum sich ihre Wirksamkeit in virusarmer und virusreicher Luft unterscheidet - ‚Maske nicht vergessen‘ – auch wenn die meisten Menschen sich dessen inzwischen wie selbstverständlich vergewissern, gibt es selbst unter Fachleuten unterschiedliche Auffassungen über die Wirksamkeit von Gesichtsmasken. Ein internationales Team um Forschende des Max-Planck-Instituts für Chemie in Mainz zeigt nun anhand von Beobachtungsdaten und Modellrechnungen, unter welchen Bedingungen und wie Masken dazu beitragen, das individuelle Ansteckungsrisiko für Covid-19 zu reduzieren und die Corona-Pandemie einzudämmen. Demnach hilft in den meisten alltäglichen Situationen sogar eine einfache OP-Maske effektiv, das Risiko zu verringern. In Umgebungen mit hoher Viruskonzentration in der Luft, insbesondere im medizinischen Umfeld und in dicht besetzten Innenräumen sollten jedoch Masken mit höherer Wirksamkeit (N95/FFP2) genutzt und mit weiteren Schutzmaßnahmen wie intensiver Lüftung kombiniert werden.
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2021-05-18 12:08:43: Smartphones erfassen den ökologischen Wandel
Per App gesammelte Pflanzendaten erlauben Rückschlüsse auf Veränderungen in Ökosystemen - Smartphone-Apps zur Pflanzenbestimmung wie "Flora Incognita“ können nicht nur Pflanzenarten erkennen, sie erfassen auch großräumige ökologische Muster. Diese Muster stimmen mit Langzeit-Kartierungen der deutschen Flora erstaunlich gut überein, obwohl sie in kürzester Zeit gewonnen wurden und stark vom Verhalten der App-Nutzer beeinflusst werden. Damit eröffnen sich neue Perspektiven für die schnelle Erfassung von Veränderungen der Biodiversität. Das sind die wesentlichen Erkenntnisse einer Studie, die ein Forscherteam aus Mitteldeutschland nun präsentiert hat.
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2021-05-18 12:08:43: Ausgewogene Nährstoffbilanz mildert den Pflanzendurst
Stickstoff lässt Vegetation stärker wachsen, bei Phosphormangel steigt aber deren Wasserverbrauch - Pflanzen leben nicht von Wasser und Kohlendioxid allein. Wie effizient sie diese Nährstoffe für ihr Wachstum umsetzen, hängt wesentlich davon ab, wieviel und in welchem Verhältnis Stickstoff und Phosphor in ihrem Ökosystem verfügbar sind. In einer neuen Studie analysierte ein internationales Team um Forschende des Max-Planck-Instituts für Biogeochemie in Jena in einem halbtrockenen Savannen-Ökosystem in Spanien, wie Pflanzen und deren Umgebung auf die Zugabe dieser Nährstoffe reagieren. Dabei beobachteten sie, dass der alleinige Eintrag von Stickstoff die Pflanzen zwar besser wachsen lässt, aber auch zu einem stärkeren Wasserverbrauch führt. Werden hingegen gleichzeitig Stickstoff und Phosphor zugeführt, wächst die Vegetation stärker und nimmt mehr Kohlenstoff auf, benötigt aber nicht mehr Wasser.
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2021-05-18 12:08:43: Max Planck Schools bauen Netzwerk an Fellows aus
120 Fellows wurden zum 1. Oktober 2021 wiederberufen und 14 neu bestellt - 134 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler an deutschen Universitäten und außeruniversi-tären Forschungseinrichtungen wurden vom Präsidenten der Max-Planck-Gesellschaft, Martin Stratmann und dem Präsidenten der Hochschulrektorenkonferenz, Peter Alt als "Fellows of the Max Planck Schools“ bestellt. Unter den vielfach ausgezeichneten Fellows finden sich auch ein Nobelpreisträger und 18 mit dem Leibniz-Preis Ausgezeichnete.
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2021-05-13 19:03:52: Verkehrslärm beeinträchtigt das Gesangslernen von Vögeln
Verkehrslärm beeinträchtigt das Gesangslernen von Vögeln - Verkehrslärm führt bei Jungvögeln zu Ungenauigkeiten und Verzögerungen beim Erlernen ihres Gesangs. Die Jungvögel leiden auch unter einem unterdrückten Immunsystem, was ein Indikator für chronischen Stress ist. Die neue Studie von Forscher:innen des Max-Planck-Instituts für Ornithologie in Seewiesen zeigt, dass junge Zebrafinken genau wie Kinder besonders anfällig sind für die Auswirkungen von Lärm, weil er das Lernen in einer kritischen Entwicklungsphase beeinträchtigen kann.
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2021-05-12 16:03:21: Gebärden-Lexikon geht online
Über 1135 naturwissenschaftliche Fachgebärden sind ab sofort über Smartphone, Tablet und PC abrufbar - Das Fachgebärdenlexikon Sign2MINT vom Max-Planck-Institut für Mikrostrukturphysik in Halle dokumentiert Fachgebärden in Deutscher Gebärdensprache (DGS) aus den Bereichen Mathematik, Physik, Geowissenschaften, Chemie, Biologie und Medizin. "Wir haben jetzt 1135 Fachgebärden als Kurzvideos in unserer Datenbank – da werden im nächsten Jahr noch eine größere Zahl Fachgebärden dazu kommen“, sagt der Projektleiter Ingo Barth, der selbst taub ist. Die Max-Planck-Förderstiftung finanziert das Projekt aus privaten Mitteln  mit insgesamt 450.000 Euro.
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2021-05-12 16:03:21: Glyphosat hemmt symbiotische Bakterien von Käfern
Das Pestizid schädigt die für die Bildung des Außenskeletts notwendigen Mikroorganismen von Getreideplattkäfern - Der Getreideplattkäfer lebt in enger Gemeinschaft mit symbiotischen Bakterien. Die Bakterien liefern wichtige Bausteine für die Bildung des Außenskeletts der Insekten, das sie vor Trockenheit und Feinden schützt. Ein Team von Wissenschaftlern der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, des Max-Planck-Instituts für chemische Ökologie in Jena und des National Institute of Advanced Industrial Science and Technology in Japan zeigt in einer neuen Studie, dass das Unkrautvernichtungsmittel Glyphosat die symbiotischen Bakterien des Getreidekäfers hemmt. Käfer, die Glyphosat ausgesetzt sind, erhalten von den Bakterien nicht mehr die benötigten Bausteine. Die Studie zeigt damit, dass das Unkrautvernichtungsmittel indirekt, über ihre intrazellulären, bakteriellen Partner, auch Insekten schädigt und dadurch zu deren massenhaften Sterben beitragen dürfte.
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2021-05-12 16:03:21: Leonardo da Vinci – im Spiegel seiner Bücher
Leonardo da Vinci war ein unermüdlicher, wissbegieriger Leser. Er besaß über 200 Bücher aus Wissenschaft und Technik, literarische sowie religiöse Werke. - Leonardo da Vinci war ein unermüdlicher, wissbegieriger Leser. Er besaß über 200 Bücher aus Wissenschaft und Technik, literarische sowie religiöse Werke. Die neue Ausstellung "Leonardos intellektueller Kosmos" zeigt eine bislang unbeleuchtete Seite des Künstlers und Ingenieurs, der auch ein belesener Intellektueller war und der - mehr als 500 Jahre nach seinem Tod - noch immer fasziniert. Die Ausstellung ist bis zum 28. Juni 2021 in der Staatsbibliothek Berlin zu sehen und wurde federführend vom Museo Galileo in Florenz und vom Max-Planck-Institut für Wissenschaftsgeschichte kuratiert. Wegen der Pandemie ist die Ausstellung vor Ort noch nicht zugänglich, aber vollständig virtuell zu erleben.
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2021-05-11 10:01:58: Märchenhafte Leichtigkeit
Erste umfassende Studie zu Wohlfühlfilmen und ihrem Publikum - Sentimental und vermeintlich intellektuell anspruchslos – der Begriff "Wohlfühlfilm“ oder "feel good movie" wird in der Filmkritik meist abwertend verwendet. Demgegenüber steht ein interessiertes Publikum, das Filme gezielt wegen ihres Wohlfühlfaktors anschaut. Eine Studie am Max-Planck-Institut für empirische Ästhetik hat nun erstmals untersucht, welche Filme aus Zuschauersicht prototypische Wohlfühlfilme sind und was den Wohlfühlfaktor ausmacht.
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2021-05-11 10:01:58: Bildung hat keinen Einfluss auf die Alterung des Gehirns
Verlaufsstudien aus verschiedenen europäischen Ländern widerlegen bisherige Annahme - Entgegen der landläufigen Meinung zeigt eine neue Studie des EU-Konsortiums "Lifebrain“, dass mehr Bildung die Alterung des Gehirns nicht verlangsamt. Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus acht Ländern maßen das Hirnvolumen von mehr als 2.000 Studienteilnehmenden mithilfe struktureller Magnetresonanztomographie.
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2021-05-11 10:01:58: Effelsberger Radioschüssel wird 50
Die 100-Meter-Antenne hat ein Stück Wissenschaftsgeschichte geschrieben und zählt noch heute zu den Spitzenteleskopen - Die 100-Meter-Anntenne des Max-Planck-Instituts für Radioastronomie feiert 50. Geburtstag. Nach dreijähriger Bauzeit wurde am 12. Mai 1971 das Richtfest und gleichzeitig die Eröffnung gefeiert. Der volle wissenschaftliche Messbetrieb startete dann ein gutes Jahr später, am 1. August 1972. Das Teleskop liegt in einem Eifeltal rund 40 Kilometer südwestlich von Bonn, nicht weit entfernt von den beiden Dörfern Effelsberg und Lethert. In den vergangenen fünf Jahrzehnten wurde die "Effelsberger Radioschüssel" stetig aufgerüstet und zählt noch heute zu den leistungsfähigsten Teleskopen der Erde.
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2021-05-11 10:01:58: Die letzte Schlacht der Anne de Bretagne
Isotopenstudie enthüllt Identität der Soldaten von 1491 - Einem multidisziplinären Team von Forschenden des Inrap, des CNRS, der Universitäten von Ottawa, Rennes 2 und Toulouse III Paul Sabatier und des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig ist es gelungen, die Skelettüberreste von Soldaten zu identifizieren, die an den letzten Kämpfen im Rahmen der Belagerung von Rennes im Jahr 1491 beteiligt waren. Sie sind die einzigen Zeugen dessen, was sich vor Ort zugetragen hat, als die Armeen der Herzogin Anne de Bretagne und des Königs von Frankreich aufeinandertrafen.
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2021-05-11 10:01:57: Polarisierung erschwert die Bekämpfung von Corona
Modellrechnungen zeigen Zusammenhang zwischen politischer Informationsverbreitung und Covid-19-Infektionen in den USA - Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie sind Gegenstand politisch aufgeladener Diskussionen und polarisieren Bevölkerungsgruppen: Befürworter motivieren ihre Bekannten zum Einhalten von Regeln, Gegner rufen in sozialen Medien zum Widerstand auf. Doch wie wirken sich Politisierung und soziale Mobilmachung auf das Infektionsgeschehen aus? Diese Frage haben Forscher des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung am Beispiel der USA untersucht.
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2021-05-06 15:41:30: Ältestes menschliches Begräbnis in Afrika
Die rund 78.000 Jahre alte Grabstätte wurde in der kenianischen Höhle Panga ya Saidi entdeckt - Ein internationales Forschungsteam berichtet in einer aktuellen Studie über die früheste Bestattung eines modernen Menschen in Afrika. Das zweieinhalb- bis dreijährige Kind wurde vor rund 78.000 Jahren in gebückter Haltung in einem flachen Grab direkt unter dem schützenden Felsüberhang am Eingang der Höhle begraben. Die Bestattung in Panga ya Saidi reiht sich ein in die wachsende Zahl an Hinweisen auf frühe komplexe soziale Verhaltensweisen von Homo sapiens.
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2021-05-06 15:41:30: Koalitionen und Konflikte bei Männern
Wer wen unterstützt, hängt bei den bolivianischen Tsimané von Körpergröße, sozialem Status und bestehenden Beziehungen ab - Wie bei vielen anderen in sozialen Gemeinschaften lebenden Arten bilden Menschen Koalitionen, um sich in Konfliktsituationen Vorteile zu verschaffen oder um einen sozialen Status zu erreichen oder aufrecht zu erhalten. Koalitionsbildung beim Menschen wissenschaftlich zu untersuchen wird aber dadurch erschwert, dass soziale Beziehungen und Konfliktlösungen in der Regel durch Institutionen wie Unternehmen, Gerichte und Regierungen strukturiert werden. Doch selbst in kleinen Gesellschaften mit weniger formellen Institutionen wurde Koalitionsbildung bislang nur wenig erforscht. Nun haben Daniel Redhead vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und Chris von Rueden von der University of Richmond die Koalitionsbildung bei Männern der im Amazonasgebiet Boliviens lebenden Tsimané über einen Zeitraum von acht Jahren untersucht.
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2021-05-06 15:41:30: Harry Potter und gewolltes Nichtwissen in der Wohlfahrtsökonomie
Warum wir manche Informationen lieber ignorieren sollten - Es gibt Situationen, in denen gewolltes Nichtwissen zu besseren Entscheidungen führen kann. Das gilt auch im Verhältnis von Markt und Staat, also in der Frage, wann der Staat in die Wirtschaft eingreifen sollte, um etwa ein Marktversagen zu korrigieren. Der Wirtschaftswissenschaftler Felix Bierbrauer beleuchtet Beispiele dafür und zeigt mögliche Auswirkungen auf Gerechtigkeit, Freiheit und die Motivation des Einzelnen auf.
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2021-05-06 15:41:30: "Gewolltes Nichtwissen kann als kulturelle Fähigkeit verstanden werden“
Wir leben in einer Wissensgesellschaft, in der Bildung und Forschung einen besonderen Stellenwert haben. Und doch profitieren wir alle unter bestimmten Umständen auch von gewolltem Nichtwissen. Wieso das in bestimmten Bereichen sogar vorgeschrieben und unterrichtet werden sollte, erklären die Max-Planck-Direktoren Ralph Hertwig und Christoph Engel. - Wir leben in einer Wissensgesellschaft, in der Bildung und Forschung einen besonderen Stellenwert haben. Wissen gilt zudem als wesentlicher Wachstumstreiber für die Wirtschaft. Und doch profitieren wir alle unter bestimmten Umständen auch von gewolltem Nichtwissen. Wieso dieses gezielte Ausblenden von Informationen in bestimmten Bereichen sogar vorgeschrieben und unterrichtet werden sollte, erklären Ralph Herwtig, Direktor am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, und Christoph Engel, Direktor am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Gemeinschaftsgütern.
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(Quelle mpg.de)